
Tim Roland wurde 1929 als Roland Trübenbach in Langendorf geboren. Er starb 2011 in Polch.
Sein Künstlerleben verbrachte er in Bamberg, Koblenz und Polch.
Unter seinem bürgerlichen Namen leitete Trübenbach viele Jahre das Wirtschaftsressort der Koblenzer Rhein-Zeitung.
In seiner Freizeit entwickelte er sich ab 1967 unter dem Künstlernamen Tim Roland zu einem genialen Maler, der in den 1970er Jahren zu bundesweiter Bekanntheit als "Eifelmaler" gelangte.

Tim Roland machte sich außer als Expressionist und Naturalist auch als Lyriker einen Namen.
Vor allem seine an Pop Art erinnernden Maifeld-Bilder in Gouache mit Tusche faszinieren und inspirieren mich noch heute.
Auf einem Foto meines ehemaligen Arbeitsplatzes aus dem Jahre 1987 sind im Hintergrund die Bilder des Tim-Roland-Kalenders 1976 zu sehen.

Dieses undatierte sehr frühe Werk, vermutlich aus dem Jahr 1967, trägt die Signatur Tim Rolands auf der Rückseite.
Das Aquarell offenbart in Ansätzen bereits die typische Handschrift des Künstlers.
Im direkten Vergleich mit seinen späteren Werken lässt sich die Entwicklung Tim Rolands vom Hobbymaler zum wahren Künstler beobachten.



Tim Roland ist 1929 als Sohn eines Lehrers in Thüringen geboren. Er wuchs im Harz, im Magdeburgischen und in Schleswig-Holstein auf, vornehmlich in ländlicher Umgebung also, der er noch heute seine Naturverbundenheit zu danken hat.
Nach dem Abitur wechselte er in den Westen über. Während der Notzeit nach dem Krieg mußte er sich als Helfer im Baugewerbe sein Brot verdienen. Nun ist er hauptberuflich im Werbe-, Verlags- und Nachrichtenwesen tätig. Er lebt in Bamberg und Koblenz.
Der Autodidakt betreibt die Malerei schon von Kindesbeinen an. Aber erst auf einer Urlaubsreise nach Italien im Spätsommer 1967 gab es eine entscheidende Wende, einen Neuanfang des innerlich gereiften Malers, unter Einsatz jener Stilmittel, die für Tim Roland jetzt charakteristisch sind.
Der Weg zur heutigen Ausformung führte über eine Periode streng abstrakten Gestaltens und über Entwicklungsphasen, in denen die Pop-Art und dann eine sehr naturalistische Malweise vorherrschten.
Die neuesten Arbeiten sind also Synthesen, folgerichtige Summierungen von Erkenntnissen.
Die Landschaft bleibt vorherrschend unter den Motiven. Studienreisen in die meisten europäischen Länder, so nach Frankreich, Luxemburg, Belgien, Schweden, Norwegen, Italien, Spanien und England, gaben und geben neue Impulse, wertvolle Anregungen.
Das Aquarell, das ja vom rasch erfaßten Eindruck lebt, nimmt eine hervorragende Stellung im Schaffen von Tim Roland ein. Ihm gilt seine besondere Liebe, seine ständige Pflege.
Die Ölmalerei wird dabei jedoch ebensowenig vernachlässigt wie die Gouache, wie das Gebiet der Grafik mit Zeichnung und Linolschnitt.
Der kompositorische Blick schult sich an Stilleben, vorwiegend mit Blumen.
Es entstehen auch Porträts, Darstellungen mit figürlichen Motiven, Tieren zumal.
Aber an die Stelle des Abbilds tritt mehr und mehr der Ausdruck einer inneren Vorstellung. Ein Mädchenkopf etwa wird zum "Zeichen", das den klaren Realismus ins Reich symbolhafter Ausdruckswerte transponiert.
Überhaupt: Manchmal klingt ein neuer Symbolismus in Tim Rolands Arbeiten an. Und das nicht nur dann, wenn sich der "Wassermann" in ihm regt.
Wolfgang Eschmann, 1972
Der Autor ist Feuilleton-Chef der Rhein-Zeitung (Koblenz)
Ein Nachdruck des Buches ist auf Anfrage beim Imprimatur Verlag Rudolf Kring erhältlich.
oben: Aquarelle (im Original mehrfarbig), Fotokopien dem Buch Tim Roland – Maler zwischen Tradition und Moderne entnommen.
Fotokopien (im Original mehrfarbig) dem Buch Tim Roland – Maler zwischen Tradition und Moderne entnommen.
links: Original im Besitz von G. Wieland
rechts: Original im Besitz der Industrie- und Handelskammer Koblenz
Filzstiftzeichnungen (im Original farbig), Fotokopien dem Buch Tim Roland – Maler zwischen Tradition und Moderne entnommen.
links: Original im Besitz von I. Winterberg
rechts: Original im Besitz von A. Müller

Die Tim-Roland-Kalender erschienen von 1974 bis 1994 in ununterbrochener Folge und waren im Buchhandel erhältlich.
Ab 1975 wurden sie in hohen Auflagen unter anderem von der Sparkasse Koblenz und der Debeka Versicherung geordert.
Während die Bilder des 1974er Kalenders noch von Versen bekannter Dichter untermalt waren, bereicherte Tim Roland ab 1976 seine Werke mit eigenen Texten.

Tim Roland wurde 1929 in Thüringen geboren. Er wuchs dort, in Schleswig-Holstein, im Harz und im Magdeburgischen auf. Heute lebt er in Koblenz und Bamberg. Eine Reise nach Italien 1967 bedeutete die eigentliche Geburtsstunde des M a l e r s Tim Roland.
Eines Autodidakten, der auf der Suche nach dem eigenen Stil eine Vielzahl gestalterischer Möglichkeiten erprobte: Abstrakte Kunst – Pop-art – Naturalismus – Expressionismus und Symbolismus.
Der sich mit den verschiedensten Techniken vertraut machte: Aquarell, Ölmalerei, Guasch und Linolschnitt, zu denen in letzter Zeit immer stärker die Tuschzeichnung tritt.
Als Motive dominieren Landschaften und Blumen, gelegentlich erscheinen auch Porträt und Tierbild.
Studienreisen, u. a. nach Frankreich, Norwegen, Spanien, England und in die USA, waren Anregung und Fortbildung. Zahlreiche Ausstellungen – so in Kiel, Mainz und Oberwesel – brachten erste Anerkennung. Den eigentlichen Durchbruch bedeuten jedoch die beiden 1973er Ausstellungen in Koblenz und auf der Burg Rheinfels / St. Goar.
Die zwölf Landschaften und Blumenbilder dieses Kalenders sind Arbeiten der Jahre 1970 bis 1973, ausgewählt nach Gesichtspunkten, die den Weg Tim Rolands zur eigenständigen Persönlichkeit und die wesentlichen Charakteristiken seines Schaffens erkennen und verfolgen lassen.
Bestechend bei all diesen Blättern: der sichere Strich, die lockere und dynamische Linie, die kultivierte Komposition. Chiffrenhafte Vereinfachung und Abstraktion finden wir ebenso wie einen unreflektierten, impulsiven und zugleich poetischen Naturalismus. Wie die alten Maler sucht Tim Roland durch Versenken ins Detail der Natur näherzukommen.
Selbst seine Zeichenkunst ist in hohem Maße "farbig": eine Kunst des Nuancierens und der Zwischentöne. Frische der Impression verbindet sich mit Expressivität, mit einer geistigen Vitalität, in der wir einen Hauptwesenszug von Tim Rolands schöpferischem Naturell überhaupt erkennen.
Die zwölf Kalenderblätter, Studien in schwarzer oder roter Tusche, präsentieren einen Maler, der von der Welt und ihrer Schönheit fasziniert ist. Der nach Jahren des Experimentierens zum eigenen Stil und damit zur künstlerischen Sicherheit gefunden hat.
Er schöpft aus den Quellen eines lyrischen Naturalismus, seine Handschrift verrät den poetischen Expressionisten.
Aber was sollen letztlich alle diese Definitionen und Umschreibungen: Diese Bilder sind Zeugnisse einer tiefen Liebe zu allem, was Natur heißt. Das gibt ihnen den lebendigen Atem, das macht sie uns sympathisch.
Dr. Kurt Eitelbach, 1973
Dr. Kurt Eitelbach war Direktor des Koblenzer Mittelrhein-Museums.
Drucke von 1970 bis 1973, aus meinem Besitz (fotografiert)
oben: Kunstdrucke, teilweise limitiert, aus meinem Besitz (gescannt)
links: Fotokopie, dem Buch Wo ein Schmetterling der König ist entnommen
rechts: limitierter Kunstdruck aus meinem Besitz (fotografiert)



Freiheit – Sonne – Stille – "ein Haus hinterm Winde haben": Der Maler-Poet Tim Roland spricht die Sehnsüchte des modernen Menschen an.
Es erscheint wie ein verlorenes Paradies, was er in Wort und Bild beschwört. Aber Tim Roland zeigt uns, daß es dieses Paradies wirklich gibt: Ein Paradies, vor dem kein Engel mit flammendem Schwert steht, das vielmehr jeden mit Vogelsang, dem Rauschen der Bäume, mit dem Duft seiner Blumen lockt und einlädt. Diese einfachen, diese so selbstverständlichen Dinge, sagt Tim Roland, sind in Wahrheit die großen Wunder unseres Lebens, die schönen Abenteuer, "es ist das Glück".
Seine Verse – reimlose Rhythmen im legeren Ton der Neuzeit – kristallisieren sich um poetische Gedanken; oft sind sie volksliedhaft einfach, dann wieder voll dichterischer Wort- und Klangmalerei.
Die Zeichnungen präsentieren sich in natürlicher, liebevoller Schlichtheit, doch beseelt, durchpulst von der Expressivität gesteigerten Gefühls.
So wird diese kleine Sammlung zu einem "Stundenbuch" für den Menschen dieser Zeit. Es ist ein Gang durchs Jahr, abgeschritten an der Hand eines Dichters und Zeichners, der um die Bedrohtheit der Natur durch Technik und Zivilisation weiß, der jedoch im Grunde seines Herzens "unverbesserlich" Optimist ist: "Wie aber auch der Winter knirscht – es wird doch wieder hell!"
Dr. Kurt Eitelbach, 1977
Fotokopien, dem Buch Wo ein Schmetterling der König ist entnommen.
1929 in Thüringen geboren. Lebte später in Schleswig-Holstein, im Harz und im Magdeburgischen. Heute ansässig in Koblenz.
Reisen führten Tim Roland nach Italien, Frankreich, Norwegen, Spanien, England, Jugoslawien, in die USA und die UdSSR.
Der Künstler ist ein Doppeltalent: Maler und Dichter.
Eine Fahrt nach Italien 1967 bedeutet die eigentliche Geburtsstunde des M a l e r s Tim Roland. Er pflegt – neben Öl und grafischen Techniken – vorrangig Tuschzeichnung und Aquarell. Erste Ausstellungen in Kiel, Mainz und Oberwesel. Den eigentlichen Durchbruch erzielt er mit einer Dreiergruppe von Ausstellungen 1973/74: in Koblenz, auf Burg Rheinfels (St. Goar) und in Dortmund.
Tim Roland ist Autodidakt. Daraus folgt für ihn das Durchlaufen verschiedener Stilphänomene. So befaßte er sich mit abstrakter Kunst, Pop-art, Naturalismus, Expressionismus und sogar mit Symbolismus. "Die neuesten Arbeiten sind Synthesen, folgerichtige Summierungen von Erkenntnissen", schreibt Wolfgang Eschmann in seiner Monographie über den Künstler.
Nach Jahren des Experimentierens, des Suchens hat er zum eigenen Stil, zur künstlerischen Sicherheit gefunden. Frische der Impression vereint sich mit geistiger Vitalität zu lyrischem Naturalismus, steigert sich zu einem poetischen Expressionismus.
Nicht zuletzt machten seine Kalender Tim Rolands Namen bekannt. Seit 1974 erscheinen sie in ununterbrochener Folge. Ihre Themen: Landschaft, Blumen und Vögel; es sind "Schaufenster" der "kleinen Dinge", der "Wunder am Wege", der verwunschenen Dörfer, der verborgenen Schönheiten. 1976 erweitert er den bis dahin reinen Bildkalender um Gedichte und Feuilletons.
Auch darüber hinaus finden seine literarischen Arbeiten zunehmend Echo und Publikum: Gedichte erscheinen in Anthologien, Prosatexte in Zeitungen und Zeitschriften.
Maler und Poet bilden in Tim Roland vom Sujet, ja, von der "Sprache" her eine Einheit. Verse wie Zeichnungen sind Zeugnisse eines von der Welt und ihrer Schönheit faszinierten Menschen, sind Dokumente einer tiefen Liebe zu allem, was Natur heißt. Das gibt ihnen den lebendigen Atem. Das macht sie sympathisch.
Dr. Kurt Eitelbach, 1977
(Wo ein Schmetterling der König ist)

Tim Rolands Bilder befinden sich heute im Besitz
sowie in

Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfälzische Personendatenbank
Culturegraph, Plattform für Wissensvernetzung
Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher
Google Books: Wo ein Schmetterling der König ist
Google Books: Maler zwischen Tradition und Moderne
Imprimatur Verlag Rudolf Kring